Oxidativer Stress

Oxidativer Stress ist ein Begriff, der immer öfter Erwähnung findet, aber selten erklärt wird. Zunächst muss man wissen, was freie Radikale sind; das sind besonders reaktionsfreudige Sauerstoffverbindun- gen; sie entstehen unter anderem im Körper im Rahmen normaler Stoffwechselprozesse, wie dem Atmen oder dem Heilungsprozess.

Übermäßige Sonnenexposition, starke körperliche Belastung, Gifte, Strahlung und viele andere Dinge begünstigen ebenso die Bildung von freien Radikalen, wie auch der Konsum von Alkohol und Zigaretten. Deswegen wirkt die Haut von Rauchern und Solariumgängern im Allgemeinen um Jahre älter. Freie Radikale gelangen also entweder als Gifte aus der Umwelt in unseren Körper, oder werden von diesem selbst im Rahmen der Stoffwechselprozesse gebildet. Auf der ande- ren Seite besitzt der Körper sogenannte Antioxidantien; das sind die Gegenspieler der freien Radikalen. Zu deren Hauptaufgaben gehören unter anderem:

  1. Der Schutz körpereigener Zellen
  2. Der Schutz der Erbsubstanz DNA
  3. Die Prävention einer vorzeitigen Alterung des Körpergewebes

Oxidativer Stress kann Krankheiten begünstigen

Die körpereigenen Antioxidantien stehen dem menschlichen Organismus jedoch nicht unbegrenzt zur Verfügung und ihre Wirksamkeit ist an das genetische Erbgut gebunden. Wenn zu viele freie Radikale gebildet werden, für deren Abbau nicht genügend Antioxidantien vorhanden sind, entsteht Oxidativer Stress. Oxidativer Stress verursacht von sich aus keine Erkrankungen, aber begünstigt das Entstehen von zum Beispiel Parkinson, Krebs oder Arthritis. Ich möchte hier betonen, dass oxidativer Stress diese Erkrankungen nicht auslöst – so lautet zumindest der aktuelle Stand der Forschung.

Wertvolle Antioxidantien in der Natur

Längst sind aber noch nicht alle Mechanismen bis ins Detail bekannt, frei nach dem Motto „Was wir wissen, ist ein Tropfen, was wir nicht wissen, ein Ozean“ (Sir Isaac Newton). Obst und Gemüse verfügen über die besten Antioxidantien; in Zitrusfrüchten und Paprika finden wir eines der bekanntesten Antioxidantien, das Vitamin C. Linsen, Mais, Paranüsse und Käse enthalten Zink. Wenn es um Vitamin E geht sind Mandel, Oliven-, Kokos- und Weizenkeimöl die besten Nahrungs- quellen. Coenzym Q10 findet man in Walnüssen, Pistazien und Sesam- samen. Hier sei an eine der 10 Regeln der deutschen Gesellschaft für Ernährung erinnert: Genießen Sie 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst am Tag.

Astaxanthin ist ein Antioxidant aus Algen und Krillöl. Der Wirkstoff fängt freie Radikale effizienter ab, als ein Großteil anderer Wirkstoffe und vermindert so die Entstehung DNA-schädlicher Stoffe. Astaxanthin wird in der Forschung auf leistungssteigernde, krebsvorbeugende, antidiabetische, immunstimulierende, kardio-, neuro- und haut- protektive Eigenschaften untersucht. Zu einigen dieser Eigenschaften wurden bereits klinische Studien durchgeführt. Astaxanthin von der Firma Naturafit haben wir in 4 mg vorrätig.

Der Zell-Check

Wie wir im letzten Monat berichtet haben, steht in unserer Apotheke ein innovatives und präzises Gerät zur Messung u.a. vom oxidativen Stress zur Verfügung: der Zell-Check. Die Messung ist sehr einfach, sicher, schnell und benötigt keine Urin-, Blut- oder Haarprobe. Es werden 20 Mineralien und 14 Spurenelemente innerhalb weniger Sekunden gemessen. Die Zell-Check-Messung erlaubt die Bewertung der aktuellen intrazellulären (also in der Zelle) und geweblichen Verhältnisse. Zur Zeit sind in unserer Apotheke drei Experten die diese Messung gerne durchführen. Lassen Sie sich von unseren Spezialisten beraten und vereinbaren hierzu einen Termin.

Mit besten Grüßen,

Ihr Apotheker Iván Muñoz

2018-10-24T23:26:54+00:00