Entsorgung nicht mehr benötigter Arzneimittel

Es ist schon lange gängige Praxis, aber wahrscheinlich noch nicht allen bekannt:

Alte, abgelaufene oder nicht mehr gebrauchte Medikamente gehören in den Hausmüll. Horten Sie keine Arzneimittel, die Sie nicht mehr benötigen!

Dabei ist die “Endstation graue Tonne“ nicht nur der einfachste und bequemste Weg, die Medikamente zu entsorgen, sondern auch der umweltverträglichste.

Die Entsorgung von nicht mehr benötigten Arzneimitteln (Müll) über Schadstoffsammlungen und Apotheken ist unwirtschaftlich und entspricht nicht dem neusten Stand der Wissenschaft. Deshalb sollte entsprechend dem Europäischen Abfallkatalog die Entsorgung in haushaltsüblichen Mengen über den Hausmüll (Restmüll) erfolgen und nicht ins Abwasser. Dabei sollte eine Trennung von der Verpackung des Arzneimittels erfolgen, die dann ins Altpapier gehört.

Um sie vor Zugriff durch Kinder und Unbefugte zu schützen, wickelt man die eigentlichen Medikamente (Tabletten, Zäpfchen etc.) in nasses Zeitungspapier ein. Der größte Teil des Arzneimittels besteht aus der Verpackung und so aus wiederverwertbarem Material wie Papier, Aluminium, Glas und Kunststoff. Der kleinste Teil ist das tatsächliche Medikament.

Heute wird der Müll fast ausschließlich den Müllverbrennungsanlagen zugeführt und die arzneilichen Wirkstoffe werden durch Hitze zerstört, so dass kein Eintrag in die Umwelt erfolgt.

Diese thermische Entsorgung von nicht mehr benötigten Arzneimitteln ist heute der einzig richtige Weg, da hierbei alles nahezu rückstandsfrei verbrannt wird und nicht wie früher über das Sickerwasser der Mülldeponie in die Umwelt gelangen kann.

Bleiben Sie gesund,

Ihr Apotheker

Jan Hauschild

2018-10-24T23:27:57+00:00